Hundetrainer Ausbildung

Die wichtigsten Infos zum Beruf des Hundetrainers

Hundetrainer ist ein Traumberuf. Der Umgang mit Hunden aber auch Hundebesitzern ist für viele Menschen sicher sehr reizvoll. Deshalb möchten wir die wichtigsten Fragen zum Thema Hundetrainer Ausbildung beantworten.

Ist Hundetrainer ein geschützter Beruf?

Nein, Hundetrainer ist kein geschützter Beruf. Das bedeutet, praktisch jeder kann sich Hundetrainer nennen. Sie können sich als Hundetrainer bezeichnen, sich entsprechende Visitenkarten drucken lassen oder ein entsprechendes Türschild anhängen.

ABER ACHTUNG!

Sie dürfen sich Hundetrainer nennen, Sie dürfen aber nicht ohne Genehmigung als Hundetrainer gewerblich tätig werden! Gewerblich bedeutet in diesem Fall, Hunde für Dritte gegen Entgeld ausbilden.

Gibt es eine Ausbildung zum Hundetrainer?

Jetzt wird es schwierig, eine einheitlich geregelte Ausbildung zum Hundetrainer gibt es nicht. Sie können also keine entsprechende Lehre in einem Betrieb machen.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Wenn Sie Suchmaschinen nach einer Ausbildung zum Hundetrainer durchsuchen, finden sie viele Angebote die eine entsprechende Ausbildung anbieten. Oft sogar im Fernlehrgang. Es versteht sich eigentlich von selbst, daß man den Umgang mit Hunden nicht in einem Fernlehrgang erlernen kann.

Trotzdem werden diese „Ausbildungen“ angeboten, teilweise zu sehr hohen Preisen. Wir fanden bei Stichproben Ausbildungen für 5.000 Euro und mehr, für Lehrgänge die weder zwingend notwendig noch vorgeschrieben sind.

Das bedeutet natürlich nicht das alle Angebote unseriös sind, wer das Geld über hat und etwas über Hundetraining lernen will, kann das gerne tun. Wir empfehlen nur, sehr sorgfältig zu wählen und weisen darauf hin, das es vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben ist solche Lehrgänge zu belegen.

Voraussetzung für den Beruf des Hundetrainers

Haben sie sich entschlossen Hundetrainer zu werden, müssen Sie sich darüber klar sein, das es seit 2013 eine Erlaubnispflicht für diesen Beruf gibt. ((§ 11 Abs.1 Nr. 8 Buchst. f TierSchG) .

Das bedeutet, Sie müssen bei dem für sie zuständigen Veterinäramt Ihre Sachkunde nachweisen. Die Anforderungen sind alles andere als einheitlich, wir empfehlen Ihnen  dringend, sich VOR Aufnahme der Tätigkeit bei den entsprechenden Behörden zu informieren.

In den meisten Fällen werden Sie eine Prüfung ablegen müssen um Ihre Sachkunde nachzuweisen, es sei denn, sie besitzen entsprechende Vorkenntnisse, sind beispielsweise Tierarzt, besitzen ein Zertifikat der Tierärztekammer oder ähnliches. Ausbildungen werden nämlich nur anerkannt, wenn beim Abschluss ein Amtsveterinär anwesend ist – jetzt wird deutlich, warum Fernlehrgänge mit Vorsicht betrachtet werden sollten.

Wie kann ich mich auf die Prüfung zum Hundetrainer vorbereiten?

Der praktische Teil

Es kann sicher nicht schaden, wenn Sie schon mit Hunden gearbeitet haben. Sei es hauptberuflich oder ehrenamtlich, beispielsweise sei ein Praktikum in einem Tierheim, einer Hundeschule oder einem Tierarzt genannt.

Der theoretische Teil

Unterschätzen Sie diesen Teil nicht. Wollen Sie Hundetrainer werden, wird unter anderem Wissen in den Bereichen Welpenaufzucht, Aggressionen, Kommunikation und Ausdrucksverhalten vorausgesetzt.

Wir empfehlen Ihnen dringend, sich entsprechend vorzubereiten. Sehr hilfreich sind zum Beispiel Lernkarten und Übungsfragen für angehende Hundetrainer. Diese kosten einen Bruchteil der im Internet angebotenen Kurse sind aber mindestens genau so effektiv.

Entsprechendes Material finden Sie auf diesen Seiten:

So vorbereitet sollten die Voraussetzungen für diesen tollen Beruf erfüllt sein.

Weitere Voraussetzungen

Vermutlich wollen Sie den Beruf des Hundetrainers gewerblich ausüben. Was bedeutet, das sie einen Gewerbebetrieb führen werden – mit allen Rechten und Pflichten. Entsprechend müssen Sie natürlich Ihr Gewerbe bei den zuständigen Behörden anmelden.

Welche Art von Gewerbe, welche Rechtsform, Buchführung, eventuell Kleingewerbe usw. hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese Einzelheiten sollten sie vor der Anmeldung mit einem Steuerberater oder auch mit der zuständigen Handelskammer klären.

 

 

 

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