Hundehalsband Grundlagen

Hundehalsband ist nicht gleich Hundehalsband. Welche gibt es, und für welchen Hund eignet sich welches am besten?

Ketten- und Würgehalsband

Auf Ketten- und Würgehalsbänder greifen i.d.R. Hundehalter zurück, die ihren Hund mit leichter Gewalteinwirkung gefügig machen bzw. korrigieren wollen. Diese Methode ist sehr umstritten und wird von den meisten Hundeschulen abgelehnt. Dennoch funktioniert sie.

Ein Würgehalsband besteht aus einer Stahlkette, die sich zusammenzieht, sobald sich der Hund in eine ungewünschte Richtung oder Position bewegt. Je weiter sich der Hund entfernt, desto enger zieht sich die Kette zusammen.

Der Hund empfindet das Zusammenziehen des Halsbandes als unangenehm und korrigiert i.d.R. seine Haltung bzw. schenkt seinem Halter mehr Aufmerksamkeit. Schmerzen werden dem Hund hierdurch nicht zugefügt, da Hunde eine sehr ausgeprägte Halsmuskulatur besitzen.

Durch das ständige Ziehen am Hundehalsband wird diese Muskulatur jedoch oft noch weiter ausgeprägt. Also: Nicht ziehen, sondern erziehen!

Stachelhalsbänder

Stachelhalsbänder sind sehr umstrittene Hundehalsbänder, da Sie dem Hund beim Korrigieren Schmerzen zufügen. Das Hundehalsband besteht aus Haken, die nach innen in das Fell bzw. in den Hals drücken.

Es gibt auch Haken, die man einzeln erwerben kann, um sie beispielsweise an einen Kettenwürger zu befestigen. Verkauft werden dürfen nur Haken, die abgerundete Enden haben. Der Hund darf durch die „Stachel“ (Haken) nicht verletzt werden. Tierschutzverbände lehnen Stachelhalsbänder mittlerweile ab.

Hundehalsband zum Erziehen (Funkhalsband/Antibellhalsband)

Seit einigen Jahren gibt es so genannte Erziehungshalsbänder oder Funkhalsbänder. Der Halter löst per Knopfdruck auf einer Fernbedienung ein Signal ab, dass der Hund an einem kleinen Kästchen am Halsband empfängt. Sofort hört der Hund einen Signalton (für Menschen nicht hörbar).

Anschließend erhält er einen leichten, elektrischen Impuls, vergleichbar mit einer statischen Entladung an einer Autotür (< 0,5mA.) Hierdurch wird der Hund von seiner aktuellen Tätigkeit abgelenkt, so dass er seine Aufmerksamkeit wieder seinem Halter widmen kann.

GPS Hundehalsband

Das GPS Hundehalsband (GPS = Global Positioning System) wurde entwickelt, um fortgelaufene Hunde zu orten und zu finden. In das Halsband sind ein GPS-Empfänger und ein Modem installiert. Um herauszufinden, wo sich der Hund genau aufhält, wählt man einfach mit dem Handy das GPS-Gerät am Halsband an.

Dieses wird daraufhin aktiviert und sendet die Standort-Koordinaten per SMS (Short Message Service) über ein Funkmodul direkt in das Handy. Die Positionierung des Hundes kann damit bis auf 20m bestimmt werden. Moderne Handys zeigen sogar Landkarten an, auf denen der Aufenthaltsort des Hundes markiert ist.

Floh-Hundehalsband

Um die Flohplage in den Griff zu bekommen, wählen sehr viele Hundehalter Flohhalsbänder. Diese aus Kunststoff bestehenden Halsbänder geben über einen längeren Zeitraum kontinuierlich Insektizide oder Duftstoffe ab, die Ungeziefer und Flöhe fernhalten. Einige Hunde zeigen hierauf allergische Reaktionen.

Bei der Verwendung dieser Hundehalsbänder sollte man sich deshalb der Giftstoffe bewusst sein. Diese können auch auf den Hund wirken. Ein Flohhalsband dient ausschließlich der Floh- und Ungezieferprophylaxe. Die Befestigung einer Hundeleine ist nicht vorgesehen.

Leuchthalsband

Hierbei handelt es sich um ein batteriebetriebenes Hundehalsband, das bei Dunkelheit leuchtet bzw. blinkt und den Standort des Hundes markiert. So kann der Halter seinen Hund auch nachts nicht aus den Augen verlieren. Leuchthalsbänder gibt es in zahlreichen Farben. Leuchthalsbänder sind gerade zur dunklen Winterzeit eine praktische Sache.

Außerdem dienen sie der Sicherheit im Straßenverkehr. Für die Sicherheit im Straßenverkehr können alternativ auch Hundehalsbänder mit Reflektoren verwendet werden. Sobald ein Scheinwerferlicht das Halsband erfasst, reflektiert es.

Spray-Hundehalsband

Durch Auslösen eines Senders in der Hand des Hundehalters, wird am Hundehalsband (Empfänger) ein geruchloses und unschädliches Spray freigesetzt. Der Hund wird durch die sichtbare Duftwolke von seiner augenblicklichen Tätigkeit abgelenkt und kann seine Aufmerksamkeit wieder dem Halter und seinen Wünschen widmen. Das Halsband bietet die Möglichkeit, den Hund völlig gewaltfrei zu erziehen.

Hundeleinen

Wie bei den Hundehalsbändern gibt es auch bei den Hundeleinen unterschiedliche Varianten, Materialien, Längen und Einsatzmöglichkeiten. Bei einer normalen Hundeleine sollte man auf die Möglichkeit der Längenverstellbarkeit und auf die Reißfestigkeit achten. Die meisten Hundebesitzer bevorzugen Hundeleinen aus Leder oder Nylon. Hier einige andere Hundeleinen-Varianten:

Flexi-Hundeleine

Die Flexi-Hundeleine ist eine flexible Hundeleine aus Nylon, die sich dem Abstand zum Hund entsprechend automatisch auf- und abwickelt. Ein Federsystem hält die Hundeleine in jeder ausgefahrenen Länge stramm.

Die Flexi-Hundeleine befindet sich in einem Kunststoffgehäuse, das je nach Länge der Hundeleine mal kleiner oder größer ausfällt. Flexi-Hundeleinen haben i.d.R. Längen zwischen 5-8 Meter.

Tipp: Wählen Sie eine Flexi-Hundeleine mit einem breiten Gurt, statt eine Hundeleine mit einer Schnur. Bei der Schnur-Variante können beim Toben oder bei Kämpfen schmerzhafte Hautverletzungen entstehen, weil sich die Schnur bei raschen Bewegungen in die Haut „brennen“ kann.

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